MV Essen Borbeck 1954 e.V.
Hier steht der Spaß im Vordergrund

Agility


Agility ist ein Sport zu Zweit. Zwei völlig verschiedene Geschöpfe sollen in Harmonie ihr Bestes geben.
Denke immer daran, dass Du dabei alle Fäden in der Hand hast und die Verantwortung trägst.
 
Dein Hund ist kein Sportgerät, und auch kein Mittel zum Zweck.
Besonders anfangs musst Du sehr vorsichtig sein und mit Bedacht vorgehen. 
Ob in Euch beiden das Zeug für ein zukünftiges  Meister-Team steckt, sollt Ihr erst später beweisen. 
 
Eines halten wir für sicher: 
Überforderst Du Deinen Hund, werdet Ihr nicht nach oben kommen!

                                  Richtet Euch auf !

Um Deinen Hund motivieren zu können, musst Du selbst das Positive in ihm sehen können. Einen langsamen oder uninteressierten Hund zu bestrafen, kann nicht zum Ziele führen. Das Training muss "spannender" oder "angenehmer" werden, und für den Hund "etwas einbringen", das er versteht und in Erinnerung behält. Das muss nicht unbedingt ein Leckerchen sein. Im Gegenteil, Anerkennung oder Spielchen sind oft viel wirksamer. Wenn Dein Hund aber trotz Deiner eigenen Begeisterung dennoch an Agility keinen Geschmack finden sollte - dann soltest Du im Interesse von Euch beiden eine Aktivität suchen, die besser für ihn passt.

Aber vielleicht verlangst Du auch zu viel? Ein gemütlicher Labrador-Retriever ist kein Border Collie und kann nicht wie diese agieren. Vielleicht spürt Dein Hund Deine Enttäuschung und wird dadurch unsicher? Vielleicht solltest Du Dich mit ihm zunächst mal nur auf Präzision konzentrieren - das kann er doch besser als die meisten "Renner" Deiner Vereinskollegen. Vielleicht wird er einmal bekannt dafür sein, dass er immer fehlerfrei geht. Das kann Euch bestärken, selbst wenn Eure Zeiten nie für einen Sieg reichen.

Ja, das Wichtigste ist "positives Training", und das bedeutet auch, dass Du dem Hund Gelegenheit gibst, seine Stärken zu zeigen und Dich daran erfreust, anstatt neidisch auf andere zu schielen, deren Hunde das haben, was Deinem fehlt. Agility ist ein Hobby mit vielen Möglichkeiten, und diese sollten wir mit Zuversicht ergreifen!

Und alle Ihr, mit den kleinen Hunden? Ihr glaubt, dass Euch "niemand ernst nimmt", weil einige im Verein so tun, als ob nur Schäferhunde und Rottweiler "richtige" Hunde wären. Richtet Euch auf! Die kleinen Hunde sind im Kommen im Agility, wo die Parcoure immer mehr Wendigkeit erfordern. Lasst Euch nicht von Leuten beeindrucken, die mit überalterten Vorurteilen herum laufen. Jeder Hund ist ein Geschöpf, das von uns Menschen gleichermassen abhängig ist und die volle Zuneigung und das Vertrauen seines Führers braucht und verdient. Wer sich nicht an diesen Grundsatz hält, sollte seine Finger vom Agility lassen.

Wir müssen uns alle aufrichten - und ganz gleich, welchen Hund wir haben, müssen wir uns gegenseitig respektieren und stützen.

Denn nur mit erhobenem Haupte können wir unseren Hund motivieren !